Weihnachten – damals wie heute
Ich weiss nicht, wie es den Menschen ging, als das Christkind geboren wurde. Man sagt, das Volk wurde unterdrückt und sehnte sich nach einem König. Nach jemandem, der mit den Mächten dieser Welt aufräumen würde. Und dann wurde der Traum wahr. Nicht ganz so, wie sich das manch gut gebildeter Erdenbürger vorgestellt hatte. Der König kam. Als neugeborenes Baby. So zumindest berichtet es uns die biblische Weihnachtsgeschichte. Können wir etwas von damals ins Heute mitnehmen? Ein Weihnachtsimpuls.
Die Themen im Überblick:
28.08.2025
Andreas Räber
Der Wunsch nach einer besseren Welt
Den Mächtigen dieser Welt ausgeliefert zu sein, fühlte sich noch nie gut an. Damals wie heute.
Abhängigkeit hat viele negativen Seiten. Das zeigt sich auch heute mit den überhöhten Zollgebühren, um nur ein kleines Beispiel zu nennen. Dieses Thema war bereits in der Antike ein Ärgernis. In der Bibel kommt der reiche Oberzöllner Zachäus vor, der gerne auch etwas mehr Gebühren erhobt, in seine eigene Tasche – und so auf Kosten anderer noch reicher wurde.
Wenn selbstherrliche und tyrannische Herrscher sich mit unlauteren Methoden Macht verschaffen, wünschen man sich doch jemanden, der für Gerechtigkeit sorgt!
Hat sich seit der Weihnachtsgeschichte in Bethlehem also gar nichts verändert? Ja und nein. Wir können bei der Weihnachtsgeschichte zwar verweilen, aber nicht dort stehen bleiben.

Weihnachten verbindet – damals wie heute
Die Weihnachtsgeschichte aus der Bibel
Darf ich vorstellen: Maria und Josef, das Christkind, die Hirten auf dem Feld und ein gieriger Kaiser. Ein Nimmersatt.
Kurzum: Alles Menschen, wie wir es heute sind. Wahrscheinlich gleiche Gedanken, gleiche Gefühle und gleiche Wut im Bauch. Damals wie heute.
Das verbindet. Schafft Nähe und lässt uns die Zeit – und vielleicht sogar die unterschiedliche Kultur – vergessen. Nun wird dieses Kind geboren, den eine Schar Engel den nahen Hirten als König ankündigen. Die Freude ist gross, doch das dauert ja noch ewig, bis er erwachsen ist und sein Volk befreien kann!
Wir hätten es gerne zügig. Damals wie heute.
Maria und Josef mussten für eine Volkszählung in ihre Heimatstadt Bethlehem wandern. So liess der Kaiser die Menschen zählen und ausrechnen, wie viel Steuern er eintreiben kann. Gott sei Dank müssen wir nicht mehr so weit reisen. Heute werden wir digital «begleitet». Weniger Kilometer, dafür umso mehr Daten.
Doch das Ausgeliefertsein ist da. Damals wie heute.

Die Weihnachtsgeschichte aus der Bibel – was kann sie uns heute sagen?
Outsourcen oder selbst aktiv werden
Wünschen und träumen darf man immer. Träumen, dass jemand kommt und uns erlöst und befreit.
Einer, der eine andere, eine gerechtere Welt aufbaut und möglichst lange regiert. Mit dem Ziel, dass es uns und unseren Kindern möglichst gut geht.
Im Klartext: Jemand, der für uns einsteht.
Wie oft in der Menschheitsgeschichte war dies der Fall?
Menschen mit Macht haben die Eigenart, eigenmächtig zu handeln. Damals wie heute.
Tun und anordnen, was ihnen selbst am meisten nützt.
Die Ausnahme der Annahme
Es gab eine Ausnahme. Eine kleine, unscheinbare. Ein Kind. Unser Protagonist aus der biblischen Weihnachtsgeschichte.
Dieser Eine fing an und fuhr fort. Stand auf und für uns ein.
Dieses Kind hat nicht einfach zugesehen. Es hat auf Gewalt verzichtet, doch vieles auf den Punkt gebracht. Unrecht und Menschen nannte er gerne beim Namen.
Kranken ging es besser. Schon alleine darum, weil er die Empathie besass, sie bewusst und als vollwertig zu sehen. Frei von Status, Besitz und Ansehen. Machtlos und dadurch die Mächtigen verwirrend.
Die Wahrheit macht frei – so seine Botschaft, die er konsequent einbrachte. Weil gelebte Werte Menschen und Gesellschaft aufbauen. Damals wie heute.
Weihnachten heute
Unser Christkind hat die Komfortzone verlassen. Was könnte die Weihnachtsgeschichte für uns bedeuten?
Vielleicht: Klein beginnen, erste Schritte wagen, denen weitere folgen. Dran bleiben. Es geht nicht um den grossen Auftritt, sondern um die gelebte Überzeugung – auch im Stillen. Im Unscheinbaren.
Es geht um das Gespür für die richtigen Momente. Mit einer fairen, sachorientierten und klaren Kommunikation, ohne Anwendung von jeglicher Gewalt.
Um die Bereitschaft, uns und unsere Mitmenschen zu respektieren. Vielfältigkeit zuzulassen. Sich als Teil der Gesellschaft zu sehen und aktiv einzubringen. Gegenwart und Zukunft mitprägen. Im Kleinen wie im Grossen.
Darum, unsere eigenen Werte zu kennen und uns mit unseren Denk- und Sichtweisen anderen zuzumuten. Aktiv den Dialog suchen.
Alles beginnt klein und unspektakulär. Mit Menschen und Perspektiven.
Damals wie heute.
© christliche-feiertage.ch, 28.8.2025
Autor und Inhaber von christliche-feiertage.ch
Andreas Räber ist Enneagramm-Coach/Trainer, GPI®-Coach und fundierter Querdenker. Er fördert neue Denk- und Sichtweisen zum einen als Autor von zahlreichen Blogs, Fachartikeln und Kurzgeschichten rund um Beruf, Glauben und Leben. Zum andern begleitet er seit über 10 Jahren Menschen zu Themen wie berufliche Neuorientierung, Standortbestimmung, berufliche Selbstständigkeit wagen, Persönlichkeitsentwicklung etc.
Er ist Mitglied der reformierten Landeskirche und Inhaber der christlichen Webseiten christliche-werte.ch, christliche-lebensberatung.ch und christliche-feiertage.ch und Initiant und Autor der wöchentlichen Impulse Newsletters «Anstubser». Andreas Räber ist zudem seit über 20 Jahren im Bereich Internet und Online-Marketing tätig. Mehr über Andreas Räber erfahren.
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