Karfreitag – lernen, nach Krisen aufzustehen
Es geht weiter
Wir leben in einer Welt voller Veränderung. Das Weltgeschehen bekommen wir im Minutentakt auf unser Smartphone gepusht. Wir sind abgelenkt. Werden verändert. «Es» geschieht mit uns. Wollen wir das? Wollen wir das in diesem Ausmass? Wohin gehen wir? Diese Fragen sind nicht neu. Seit Menschengedenken suchen wir nach Antworten. Auch vor, an und nach Karfreitag. Ein Gedankenanstoss für Neugierige.
Die Themen im Überblick:
17.03.2026
Andreas Räber
Hintergrund: Was ist an Karfreitag passiert?
Auch damals geschah «es» mit den Menschen. Elitäre Köpfe aus Gesellschaft und Religion regierten über das meist arme Volk, das sich nach einem gerechten König sehnte. Einem, der für Recht, Ordnung und Sicherheit sorgte und nicht nur für seine eigenen Vorteile.
Schon damals wurde Gerechtigkeit oft so definiert, dass vor allem die Reichen und Mächtigen profitieren konnten.
Politik und Religion verstanden sich gut, ihr Volk hingegen nicht.

Was geschah an Karfreitag? Geschichte und Bedeutung im Fokus
Ein Aufständischer
Wahrscheinlich würden wir die Person Jesus Christus heute als Aufständischen bezeichnen.
Abgefahren. Schwurbler. Psycho. Für unbequeme Menschen finden wir schnell Begriffe, die uns aus der Verantwortung nehmen.
Dieser Christus nannte sich «Gottes Sohn». Menschen zu fördern, war ihm aus seiner – wie könnte es anders sein – christlichen Überzeugung wichtig. Und so sprach er Unrecht direkt und öffentlich an. Mit der Zeit erkannten immer mehr, dass seine Reden etwas Wahrhaftiges hatten. Er sah die Menschen und hörte ihnen zu, weckte Perspektiven. Seine Worte hatten Anziehungskraft und förderten die Gemeinschaft. Gleichwertigkeit konnte endlich wieder erwachen.
Seine Alternative zur vorherrschenden Religion war ein einfacher Glaube, der allen offenstand. Doch dieser durchbrach auch die Macht der bestehenden Elite.
Aus ihrer Macht wurde immer mehr Angst und daraus resultierte immer mehr Kontrolle. Wer war dieser Mann, der sich Christus nannte? Was gab ihm das Recht, das gewöhnliche Volk auf ihre Chancen und Perspektiven hinzuweisen? Und Mächtige auf ihre Verantwortung?

Wer ist dies Christus? Aus Angst wurde Kontrolle und aus Kontrolle der Karfreitagsdeal.
Der Karfreitagsdeal
Weil das Volk diesem Christus vertraute, brauchte es etwas Nachhilfe, um «Ungerechtigkeit» wieder in «Gerechtigkeit» zu verwandeln.
Geld, falsche Zeugen und bestechbare Freunde: Grauzonen geben Manipulation ein gerechtes Gesicht.
Und so wurde Christus verhaftet. Verraten für wenig Geld. Wie schnell Angst unsere Persönlichkeit verändern kann!
Schuld wurde extrahiert, zugewiesen und das Problem aus der Welt geschafft. Christus vor Gericht geführt, verurteilt und öffentlich gekreuzigt. Damit es auch alle sehen und wissen.
Wissen.
Christus wusste es im Voraus. Dass es so kommen würde. Mit dem Tod konnte er umgehen. Nach drei Tagen war er wieder voll da. Dieses Ereignis kennen wir als Ostern (Auferstehung).
So lesen wir es im biblischen Bericht (Matthäusevangelium Kapitel 28).
Vieles von den damaligen Gegebenheiten kennen wir noch heute.
Mittels Verordnungen werden Volksentscheide verdreht und die StimmbürgerInnen auf diese Weise für unmündig erklärt. Gesehen und gehört Werden sieht anders aus.

Das Karfreitagereignis: uns im Alltag und Gedanken fern und doch näher als wir denken
Karfreitag heute
Im Gegensatz zu Christus können wir eher schlecht mit dem Tod umgehen.
Doch wir haben gelernt, ihn zu verdrängen und mit medizinischer Hilfe immer weiter hinaus zu schieben.
An der Auferstehung wird noch gearbeitet … Politische Verordnungen helfen da nicht weiter.
Was können wir wohl von Karfreitag für unser eigenes Leben lernen?
Berufung und Überzeugung finden
Christus bezeichnete sich selbst als Gottes Sohn. Ein Ausdruck, der einen Menschen beschrieb, der sich Gott nahe fühlte. Dass ein einfacher, ungebildeter Bürger sich selbst so zu bezeichnen wagte, liess im Kontext der damaligen sehr religiös geprägten Gesellschaft aufhorchen. Innere Überzeugung ist gegen aussen spürbar.
Es ist etwas vom Schönsten, die eigene Berufung zu finden und leben zu können.
Berufung will gelebt werden. Sie weckt Lebenskraft und Mut und hilft uns, immer wieder aufzustehen. Überzeugung und Berufung bewirkt Veränderung und fördert die Lebensqualität.
An die eigenen Werte glauben
Kennen wir unsere eigenen Werte? Was ist uns wichtig? Karfreitag lehrt uns, diese Werte und Überzeugungen zu suchen oder zu definieren. Warum um die eigenen Werte wissen?
Werte geben uns Lebenssinn und senken unsere Vorbehalte. Sie stellen unsere Ängste ins richtige Licht und helfen uns, trotz Herausforderungen und Hürden gangbare Wege zu finden.

Karfreitag Bedeutung heute. An die eigenen Werte glauben
Berufung erkennen hat positive Folgen
Den Tod können wir damit nicht überwinden. Dafür steht laut biblischem Bericht Christus seit Karfreitag für uns ein. Doch dank erkannter Berufung wird das Leben lebenswert. Wer das Ziel in Sicht hat, geht entschlossener und bewusster durchs Leben.
Von Karfreitag können wir meiner Ansicht nach lernen, dass Krisen vorbei gehen, Auferstehung möglich ist und Berufung gelebt werden kann.
© christliche-feiertage.ch, 13.3.2026/Andreas Räber
Autor
Andreas Räber ist Enneagramm- Coach, Trainer und GPI®-Coach und fundierter Querdenker. Er ist Autor von zahlreichen Blogs, Fachartikel und Kurzgeschichten. Er ist Inhaber der Webplattformen christliche-werte.ch, christliche-lebensberatung.ch und christliche-feiertage.ch. Er war mehrere Jahre Mitglied in der Verlagsproduktions Kommission des ERF Verlags Schweiz, deren Ziel unter anderem war, theologisch verständliche christliche Kinderkassetten zu produzieren. Andreas Räber begleitet seit über 15 Jahren Menschen zu Themen wie berufliche Neuorientierung, Standortbestimmung, berufliche Selbstständigkeit wagen, Persönlichkeitsentwicklung etc. Mehr über Andreas Räber erfahren.
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Weiterführende Tipps im WWW
Mehr Karfreitag gibt es hier auf Christliche-Feiertage.ch: Übersicht – Karfreitag Daten
Mehr Artikel und Infos zur Bedeutung von Karfreitag im Web …
… und auf Christliche-Feiertage.ch

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