Hintergrund und Bedeutung: Ostern ist der christliche Feiertag, an dem die Auferstehung von Jesus Christus heute gefeiert wird.
Die Themen im Überblick:
Ostern vorausgegangen waren am Karfreitag die Kreuzigung und der Tod von Jesus Christus. Laut dem biblischen Bericht auferstand er drei Tage später. Zuerst zeigte er sich in seinem Freundeskreis, später auch öffentlich..
Diese Geschichte fordert unser Vorstellungsvermögen. Wie soll Auferstehung gehen? Für mich unvorstellbar. Ein Toter, der wieder ins Leben zurückkommt: Kein Wunder, glaubten Jesu Jünger dies nicht sofort. Kein Wunder, löst diese Geschichte heute noch Zweifel aus.
Die Geschichte ist einzigartig. Sie fordert viel Glauben und Vertrauen auf etwas Unvorstellbares.
Ostern ist ein einmaliges Ereignis. Ein Mensch hat laut biblischem Bericht den Tod überwunden. Das wäre ja zu schön, um wahr zu sein. Geht das überhaupt?
Ist das 1 zu 1 zu verstehen oder eher sinnbildlich?
Eine Annäherung, diesen Feiertag und seine Bedeutung ins Heute zu transferieren, das ist das Ziel der nachfolgenden Meinung und Blogs.
Ostern und seine Bedeutung: Das Wunder der Auferstehung vom Tod.
Wer hat Ostern erfunden?
Ostern ist für Christen das Fest, der Tag, an dem Jesus Christus von den Toten auferstanden ist. Nachlesen kann man dies im Matthäus-Evangelium in der Bibel. Maria Magdalena und eine weitere Frau namens Maria kamen zum Grab von Jeus. Dort stand ein Engel, der den Stein, mit dem das Grab verschlossen war, zur Seite wälzte. Der Engel verkündete, dass Jesus nicht hier, sondern auferstanden sei.
Symbolisch gesehen hat Christus als erster den Tod überwunden, bzw. für alle Menschen, die an Gott glauben, die Tür zum Himmel geöffnet. Durch Ostern wurde der Grundstein für den Glauben an ein Leben nach dem Tod gelegt.
Woher kommt der Name Ostern?
Wie bei vielen Ereignissen aus der weiteren Vergangenheit ist es oft schwer zu klären, wann alles begonnen hat. Darum ist die Herkunft von Ostern auch unklar.
Eines ist klar: Auferstehung nach dem Tod kann nicht bewiesen werden und ist darum eine Glaubens- und was oft vergessen wird, auch eine Hoffnungssache. Glaube und Hoffnung lassen uns Ereignisse ertragen und geben uns wertvoll Perspektiven, für die es sich zu leben lohnt …
Ist eine Auferstehung vom Tod überhaupt möglich?
Es gibt Geschichten wie zum Beispiel «90 Minuten im Himmel», wo der Protagonist Don Piper (ein junger Pastor) nachdem er von den Behörden am Unfallort für tot erklärt wurde, wieder zum Leben erwacht und behauptet, im Himmel gewesen zu sein (Siehe Trailer auf YouTube.com).
Nun ist die Neurowissenschaft inzwischen so weit, dass solche Ereignisse ausgeschlossen werden können. Ich selbst kann nur von ähnlichen Ereignissen in meinen Träumen berichten. Dinge, die mir wichtig sind, träume ich manchmal immer wieder durch.
Trotzdem möchte ich die Möglichkeit der Auferstehung nicht ausschliessen. Glaube ist Glaubenssache.
Glaube und die damit verbundene Hoffnung hat sich so lange schon gegen alle Beweise durchgesetzt, dass man sich ihm mindestens einmal im Leben bewusst stellen sollte. Darf Glaube sein? Siehe dazu auch die extrem spannende Sendung «Tobias Haberl – Der Wille zum Glauben» aus Sternstunde Philosophie auf SRF 1.
Was hat Ostern mit Vollmond zu tun?
Wann Ostern gefeiert wird, hat die Kirche im 4. Jahrhundert festgelegt. Ostern fällt auf einen bestimmten Sonntag, den ersten nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang.
Was hat der Osterhase mit Ostern zu tun?
Der Hase ist seit Jahrhunderten ein Fruchtbarkeitssymbol. Grund: Er ist eines der ersten Tiere, das im Frühling Nachwuchs bekommt. Hase und Frühling, das passt also.
Es besteht auch ein heidnischer Hintergrund. Hasen, die bis zu 20 Jungen im Jahr zur Welt bringen können, galten als Boten der germanischen Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostara.
In der Neuzeit ist es vor allem die Süsswarenindustrie, die das Bild des Osterhasen gefördert hat. Diese Tatsache erinnert ein bisschen an den Black Friday. Industrie und Marketing versuchen immer wieder Traditionen auch wirtschaftlich zu nutzen.
Was hat das Lamm mit Ostern zu tun?
In der jüdischen Kultur wurde das Lamm als Opfertier zum Passahfest geschlachtet und gegessen. Symbolisch gesehen, bedeutet sein weisses Fell Reinheit und Frieden. Schafe leben uns dies vor. Sie sind einfach und leben friedlich miteinander. Dieses Bild des Friedens finde ich enorm schön.
Ein Kommentar aus der Reihe «Auch das noch!» von Andreas Räber, Enneagramm-Coach/Trainer, GPI®-Coach
«Von den Toten auferstanden.» Ich muss meine Überforderung zu dieser und auch vielen anderen Geschichten in der Bibel offen eingestehen. Dass Verstorbene wieder zum Leben erweckt werden, erleben wir nicht alle Tage. Bzw. wir erleben es gar nicht.
Die moderne Hirnforschung hat aufgezeigt, dass «zurückgeholte» Menschen eben nicht ganz tot waren. Wie lässt sich also die Geschichte von Ostern und der Auferstehung erklären?
Eine Geschichte, an der sich spannenderweise auch heute noch Menschen orientieren und Kraft für ihren Alltag schöpfen?
Niemand von uns war dabei. Mir fällt das Zitat «Alle Autoren waren Kinder ihrer Zeit» vom deutschen evangelischen Pfarrer und Schriftsteller Paul Deitenbeck ein. Das Zitat tut mir gut. Es zeigt, dass damalige Geschichten im Zusammenhang mit ebendieser damaligen Zeit ausgelegt werden müssen. Das öffnet mir Türen für weitere Möglichkeiten, wie es auch sonst noch hätte sein können.
Es entlastet mich, die Ostergeschichte in der heutigen Zeit zu vertreten, eine Geschichte, die schwer nachvollziehbar ist und eher an ein Märchen erinnert.
Weil uns der Bezug zur Kultur und der Denkweise der damaligen Zeit fehlt. Selbst Zeitzeugen sind schwer aufzufinden.
Ausser den Berichten in der Bibel gibt es nur wenig Informationen über dieses Ereignis, das in sich ja eigentlich weltbewegend war.
Menschen und ihre Emotionen. Wenn die Gerüchteküche brodelt, wenn die Emotionen hochgehen und wenn ein gewisser soziale Druck besteht, können Menschen, wie Corona gezeigt hat, an die unmöglichsten Dinge und sogar an Verschwörungen glauben. Aberglauben existiert bis heute und zeigt sich immer dann, wenn wichtige Informationen fehlen oder bestehende zu viel Deutungsspielraum lassen.
Sind wir erst mal von Emotionen überflutet, ist die Gefahr von Betriebsblindheit und dem Festhalten an eigenen Wahrheiten gross. Dieses Verhalten ist menschlich. Unsere Vorstellungskraft ist immens.
Auch wenn wir die Geschichte von Ostern nicht einordnen können, bleibt die Frage, was wir daraus machen. Der biblische Bericht der Auferstehung Christi vermittelt uns Hoffnung in verloren geglaubten Situationen und kann unsere Resilienz fördern.
Auferstehung leben. Ostern und Resilienz: die Fähigkeit, Krisen oder als unmöglich Geglaubtes zu bewältigen.
Tiefste Verzweiflung. Die ganze Zukunft bachab. Ende. Aus!
Ostern steht für Neuanfang. Für neue Beziehungen und ungeahnte Möglichkeiten. Für gangbare Wege, die wir vorher ganz einfach nicht wahrgenommen haben. Ungeahnte Kräfte werden freigesetzt und erste Ziele erreicht.
Wenn Perspektiven mehr Kraft als Zweifel haben, erleben wir Auferstehung. Mut und Hoffnung in Zeiten der Verzweiflung. Was trägt uns mehr als solche Perspektiven?
Ostern, da ist viel Kraftvolles dran!
Andreas Räber ist ein fundierter Querdenker. Er fördert neue Denk- und Sichtweisen, zum einen als Autor zahlreicher Blogs, Fachartikel und Kurzgeschichten rund um Beruf, Glauben und Leben. Zum anderen begleitet er seit über 14 Jahren Menschen bei Themen wie Standortbestimmung, berufliche Neuorientierung, berufliche Selbstständigkeit, Persönlichkeitsentwicklung etc.
Er ist Inhaber der Webseiten christliche-feiertage.ch, christliche-lebensberatung.ch und christliche-werte.ch und Autor des wöchentlichen Impuls-Newsletters «Anstubser».
Andreas Räber ist über 24 Jahren im Bereich Online-Marketing und über 15 Jahren im Bereich Berufscoaching tätig.
© christliche-feiertage.ch, 19.1.2015, überarbeitet am 23.1.2025, Andreas Räber
Weiterführende Tipps zu Ostern und seine Bedeutung im WWW
Ostern: Für die einen bedeutet dies Schokolade, Osterhasen, Ostereier und ein paar Tage Urlaub. Für Christen ist Ostern das höchste Fest im Kirchenjahr. Sie feiern an diesem Tag etwas ganz Besonderes: die Auferstehung von Jesus, dem Sohn Gottes. Mehr auf christliche-werte.ch.
Christliche Feiertage: Jedes Jahr im März oder April ist es wieder soweit: Es ist Karfreitag. Wenn ich ehrlich sein will, geht es mir wie vielen anderen bei diesem christlichen Feiertag: Ich freue mich auf die zusätzlichen freien Tage und überlege mir, ob ich diese willkommene Freizeit nicht sogar mit dem einen oder anderen zusätzlichen Tag verlängern kann. Karfreitag, Ostern, Auffahrt, Pfingsten und Weihnachten geben mir zusätzlichen Raum zum Abschalten. Mehr auf raeber-leben-blog.ch lesen.
Zu einer richtigen Feier gehört ein feiner Apéro riche und eine feine Torte. Mehr Infos auf Confiserie-Neuhaus.ch (Region Burgdorf, Bern)
Ostern. Ein einmaliges Ereignis. Ein Mensch, pardon, Gott steht von den Toten auf. Hat laut biblischen Bericht den Tod überwunden. Das wäre an und für sich für uns Menschen ein absoluter Hammer. Doch wie geht das? Wie ist das zu verstehen? Diesen Feiertag, seine Bedeutung verständlich ins Heute zu transferieren. Das ist das Ziel der nachfolgenden Blogs.
Nicht nur für Weihnachten