Erntedankfest - Bedeutung und Hintergründe

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Ursprung und Bedeutung

Erntedankfest

Erntedankfeste gibt es schon seit Urzeiten in fast allen Kulturen und Religionen, es ist eines der ältesten Feste der Menschheit. «Gott» beziehungsweise «den Göttern» wurden bei den verschiedenen Erntedankfesten Opfer dargebracht, um für den Ernteertrag zu danken und um «Gott» beziehungsweise «die Götter» zu ehren. So die feierten bereits in der Antike die alten Ägypter Osiris, der unter anderem der Gott der Aussaat war. Die Griechen wollten Demeter, ihre Göttin der Erdfruchtbarkeit, mit ihren Gaben beim sogenannten Thesmophorien-Fest für die kommende Ernte gnädig stimmen.

In Mittel- und Nordeuropa wurde von den Germanen im Herbst zur Tag- und Nachtgleiche am 23. September beim «Hausblot»-Fest für die vergangene Ernte gedankt. In der jüdischen Kultur wird Sukkot, das Laubhüttenfest, als «Fest des Einsammelns» gefeiert. Dieses Fest ist biblischen Ursprungs und wurde den Israeliten durch den Propheten Moses (3. Mose 23,24-44) von Gott kund getan.

  • 2023

    1. Oktober

  • 2024

    6. Oktober

  • 2025

    5. Oktober

  • 2026

    4. Oktober

  • 2027

    Sonntag, 3. Oktober

  • 2028

    Sonntag, 15. Oktober

Kein Termin fürs kirchliche Erntedankfest

In der römisch-katholischen Kirche wird bereits seit dem 3. Jahrhundert n. Chr. das Erntedankfest gefeiert. Das geht wahrscheinlich auf die jüdische Tradition des Laubhüttenfestes zurück. Es gab und gibt jedoch keinen weltweit einheitlichen Termin für das Fest, da in den verschiedenen Klimazonen die Ernte zu unterschiedlichen Zeiten eingebracht wird. Auch heutzutage ist der Termin in der Schweiz, in Deutschland und Österreich nicht einheitlich geregelt.

Die liturgischen Kalender der katholischen oder der reformierten Kirchen sehen keinen gemeinsamen Tag für das Erntedankfest vor. Viele Kirchengemeinden feiern das Erntedankfest am ersten Sonntag im Oktober beziehungsweise am ersten Sonntag nach dem Michaelistag, dem Fest des heiligen Erzengels Michael, am 29. September.

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Sichlete, Chästeilet und Alpabzug

In der Schweiz gibt es viele Bräuche, bei denen die Menschen für die vergangene Ernte – Getreide, Gemüse, Obst und Käse – danken. Im September wird in vielen Schweizer Gemeinden bei der traditionellen «Sichlete» oder bei der «Chästeilet» Erntedank und gleichzeitig der Alpabzug gefeiert. Sichlete und Chästeilet finden gegen Ende des Sommers im September statt, so dass die Kühe noch vor dem ersten Wintereinbruch sicher ins Tal gebracht werden können. Bei der «Chästeilet» werden die Käselaibe, die den Sommer über auf der Alp hergestellt wurden, unter den Bauern aufgeteilt.

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Radio- und TV-Sendungen auf ERF-Medien.ch

Das christliche Medienwerk ERF-Medien bietet einiges an Hintergrund-Radio-Sendungen zum Thema Erntedankfest. Dafür wurde eigens ein Dossier erstellt, in dem die wichtigsten Sendungen aufgeführt sind. Weiter zu Radiosendungen zum Erntedankfest auf ERF-Medien.ch.

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