Der Feiertag Karfreitag, seine Bedeutung und Hintergründe
Genauer hinsehen
Wir nehmen Karfreitag jedes Jahr meistens zur Kenntnis und freuen uns darauf. In der Regel, weil uns Karfreitag, Ostern, Auffahrt und Pfingsten zusätzliche Freitage bescheren. Ist das Wetter zudem noch schön, kann man diese Auszeit umso mehr geniessen. In diesem Blog möchte ich darauf eingehen, welche Bedeutung und welche Hintergründe hinter Karfreitag stehen.
Die Themen im Überblick:
19.02.2024
Andreas Räber
Was macht Karfreitag einzigartig?
Karfreitag ist ein Gedenktag. Man erinnert sich an den Kreuzestod von Jesus Christus.
Was gibt es denn dabei zu feiern?
Ein unschuldiger Mensch wird zu Tode gefoltert. Dies, nachdem er Kranke geheilt und offenbar vielen Menschen neue Perspektiven aufgezeigt hat.
Karfreitag ist ein Widerspruch in sich:
Ein lebenslanger Einsatz zum Wohle der Menschen wird mit dem Tod bestraft. Auf den ersten Blick erscheint dies absolut sinnlos. Kommt dazu, dass manch einer, der gesetzeswidrig gehandelt hat, ungestraft davon kommt. Das Ganze ist kaum einzuordnen.
Zwei Welten mit eigenen Regeln und die sinnlose Lösung
Radikale Welten, eigene Regeln, sinnlose Lösung. Widersprüche in sich und auch viel Ausgrenzendes.
Was bitte soll an Karfreitag anziehend sein, wenn man auf die Hintergründe sieht?
Der Blick auf Christus zeigt, er hat in seinem kurzem Leben immer von einer neuen Welt gesprochen. «Ich bin nicht von dieser Welt» ist eine seiner Aussagen. Er sei der Sohn von Gott. Habe einen speziellen Auftrag. Das wirkt sehr seltsam.
Von einer anderen Welt stammen und hier leben. «Ausserirdische» sind nun mal nicht alltäglich und schwer einzuordnen.
Wir haben null Erfahrung mit ihnen. Können sie nicht in unser irdisch geprägtes Denken einordnen. Kommt dazu, dass die zitierte andere Welt von Christus nicht sichtbar ist. «Himmlisches Jerusalem», «ein Leben nach dem Tod» – so wird sie genannt.
Radikal oder ehrlich?
Dass unsere Welt viel Radikales hat, ist ein offenes Geheimnis. Gab es je eine Zeit, in der es keine Kriege gab? Und viele davon waren und sind zudem Religionskriege.
Innere Überzeugung mag wichtig sein, um zum Ziel zu kommen. Hingegen ist das «um jeden Preis Recht haben wollen» gefährlich.
«Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.» Zitat Christus. Schon wieder einer, der radikal ist und Recht haben will. Wer so auftritt, landet schlussendlich am Kreuz. Genau. Ausser hinter diesem aussergewöhnlichen Auftritt steht eine bedingungslose Liebe, die mehr und weiter sieht als wir.
Ein Tod, der Sinn macht? Gibt es das?
Einfach geschrieben ist die Kreuzigung erfolgt, damit Christus an unserer Stelle für unsere Schuld und Krankheiten gestorben ist.
Das soll einfach sein? Das Thema Schuld erkläre ich im Blog «Ostern und seine Bedeutung für heute» genauer. Christus sei der eine Weg zu einem Leben in Ewigkeit. In dieser anderen, für uns (noch) unsichtbaren Welt.
Sterben, damit andere leben können als Bedeutung und Hintergrund von Karfreitag.
Das klingt schon wieder sehr ungewöhnlich. Was soll das für eine Welt sein, wenn ein Unschuldiger an unserer Stelle sterben muss? Will nicht jeder Mensch möglichst lange leben? Sterben ja, aber später.
Sterben gehört zum Leben wie geboren werden. Der christliche Glaube verbindet beides zu einem Sinn.
Die Natur lebt uns dieses Sterben, oder besser gesagt, diesen Kreislauf, regelmässig vor
«Unser Wald: Kein Leben ohne totes Holz – kein totes Holz ohne Leben»
lese ich als Überschrift eines PDFs auf Pronatura.ch. Leben und Sterben gehören zusammen und zum Menschsein dazu.
Wenn wir unseren Blickwinkel ändern, bekommen viele Ereignisse eine andere Bedeutung. Weil neue Zusammenhänge sichtbar werden.
Was wir jetzt sehen, ist nicht alles. Karfreitag ist ein Paradebeispiel dafür. Was im ersten Moment nach Tod riecht, ist das Tor zum ewigen Leben.
Auch wenn diese Vorstellung letztendlich eine Glaubenssache ist und wahrscheinlich auch bleibt.
© christliche-feiertage.ch, überarbeitet am 19.2.2024/Andreas Räber
Autor
Andreas Räber ist Enneagramm- Coach, Trainer und GPI®-Coach und fundierter Querdenker. Er ist Autor von zahlreichen Blogs, Fachartikel und Kurzgeschichten. Er ist Inhaber der Webplattformen christliche-werte.ch, christliche-lebensberatung.ch und christliche-feiertage.ch. Er war mehrere Jahre Mitglied in der Verlagsproduktions Kommission des ERF Verlags Schweiz, deren Ziel unter anderem war, theologisch verständliche christliche Kinderkassetten zu produzieren. Andreas Räber begleitet seit über 15 Jahren Menschen zu Themen wie berufliche Neuorientierung, Standortbestimmung, berufliche Selbstständigkeit wagen, Persönlichkeitsentwicklung etc. Mehr über Andreas Räber erfahren.
Mehr Artikel und Infos zur Bedeutung von Karfreitag im Web …
… und auf Christliche-Feiertage.ch

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